Kaiserdom und Nibelungensage – Ausflug der SPD Ranstadt

Veröffentlicht am 04.10.2012 in Presse

Weinprobe in Dautenheim

Heppenheim war erste Station der Busreise der Ranstädter SPD. Die Altstadt lud zum Bummeln und Eisessen ein. Wer gut zu Fuß war, besichtigte das Feuerwehrmuseum und die katholische Pfarrkirche St. Peter, wegen ihrer Größe oft „Dom der Bergstraße“ genannt wird.
Die wichtigsten Schauplätze des Nibelungenliedes finden sich in der Stadt Worms, der nächste Halt des Ausfluges. Denn der Dichter hat reale Stätten der Stadt in seine Darstellung eingebunden, darunter auch der Kaiserdom St. Peter. So konnten die Ranstädter Ausflügler das Kaiserportal besichtigen, auf dem der „Streit der Königinnen“ im Nibelungenlied spielt. Der Wormser Dom ist zudem eines der bedeutendsten Bauwerke der Romanik in Deutschland. So erfuhr man während der Stadtführung, das auch ein Wetterauer in Worms begraben liegt.

Der im Wormser Dom bestattete Herzog von Lothringen, „Konrad der Rote“ verfügte über die Grafschaften im Wormsgau, Speyer- und Nahegau sowie in der Wetterau.
Auch die Spuren der Reformation sind in Worms allgegenwärtig.
Luthers soll sich auf dem Reichstag zu Worms 1521 zudem ihn aufgelegten Kirchenbann äußern und seine Lehren und Thesen zurücknehmen. Berühmt ist die Antwort Luthers auf die Frage Karls V. ob er widerrufen wollen: "wenn ich nicht durch Zeugnisse der Schrift und klare Vernunftgründe überzeugt werde; denn weder dem Papst noch den Konzilien allein glaube ich, da es feststeht, dass sie öfter geirrt und sich selbst widersprochen haben, so bin ich durch die Stellen der heiligen Schrift, die ich angeführt habe, überwunden in meinem Gewissen und gefangen in dem Worte Gottes. Daher kann und will ich nichts widerrufen, weil wider das Gewissen etwas zu tun weder sicher noch heilsam ist. Gott helfe mir, Amen!"
So musste die Reisegruppe erfahren, dass der berühmte Ausspruch "Hier stehe ich und kann nicht anders!" gar nicht von Luther stammt.
Das Lutherdenkmal erinnert als größtes Reformationsdenkmal der Welt noch heute an Martin Luther und die Stadt Worms. Der Besuch des ältesten jüdischen Friedhofes Friedhofs in Europa bildet der Abschluss der interessanten Stadtführung.

Abschluss der interessanten Städtereise war eine Weinprobe im Weingut Hahn in Dautenheim. Hier konnte man sich die Weine der Region munden lassen und bei einer Führung durch die Weinberge und Weinkeller interessantes über den Weinanbau und die Weinherstellung erfahren.