Energieberatung soll ein Baustein für den Klimaschutz werden

Veröffentlicht am 12.10.2012 in Presse

Forderungen des Bundesumweltministers in Ranstadt schon umgesetzt

Der Antrag der Ranstädter SPD Fraktion eine Energieberatung in der Gemeinde aufzubauen, soll ein Baustein für Energiewende und Klimaschutz sein. „Wir freuen uns, dass CDU-Bundesumweltminister Altmaier unseren Antrag unterstützt, allerdings müssen Bund und Land schon mehr tun, als die Energieberatung der Städte und Gemeinden zu unterstützen, so der Philipp Giar, Ausschussvorsitzender für Umwelt und Landwirtschaft. „Auf der einen Seite kürzt das Land Hessen den Kommunen Gelder im Finanzausgleich, auf der anderen Seite fordert Umweltministerin Puttrich die Kommunen sollen den Bürgern die Energiewende erklären und umsetzten“, ergänzt Fraktionsvorsitzende Roswitha Petzold.

Nach den Willen der Ranstädter Sozialdemokraten ist es wichtig zusammen mit anderen Kommunen interkommunal auf Energieberatung zu setzten. „Wir wollen die Bürger dann beraten, wenn sie Fragen und Beratungsbedarf haben, zum Beispiel bei Neubauten oder bei Sanierungen. Gleichzeitig stellen wir uns auch eine Umwelterziehung in Schule und Kindergärten vor“, so Giar weiter. Es gibt bereits Energieberatungen der Verbraucherzentralen und auch bei der OVAG, wichtig ist, das die Bürger einen Ansprechpartner haben und auch wissen wohin sie sich „vor Ort“ wenden können.
Zu dem fördert bereit das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eine professionelle Energieberatung für Ein- und Zweifamilienhäuser mit etwa 400 Euro. „Dabei informiert der Berater über die Möglichkeiten, wie eine Fassadendämmung, den Austausch der Heizanlage oder Nutzung erneuerbarer Energien. Es wird ein Sanierungsplan erstellt und Förderprogramme besprochen. Eine Beratung zum Stromsparen fällt jedoch nicht unter die Beratung des Bundesamtes“, erläutert Giar weiter. Insgesamt müssen Puttrich und Altmaier den Städte und Gemeinde aber auch die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. „Es reicht nicht, das Puttrich Sonntagsreden hält und die ankündigt „die positive Grundstimmung zur Energiewende“ erhalten zu wollen, und sämtliche Aufgaben und Anstrengungen der Energiewende auf die Städte und Gemeinden verlagert, ohne finanzielle Mittel zu Verfügung zu stellen“, so Roswitha Petzold. Es reicht nicht aus, eine „Energiewende“ zu beschließen und dann zu glauben, die gute Grundstimmung der Menschen für die Energiewende wird es schon richten. Wieder einmal werden die hessischen Kommunen mit der Umsetzung alleine gelassen. Im Gegenteil, die Bürgerinnen und Bürger werden noch verunsichert, dass diese Energiewende zur unübersehbaren Mehrbelastung für die Familien wird. Politik ist in der Verantwortung, die fachlichen als auch materiellen Rahmenbedingungen bereitzustellen und sicherzustellen, dass die Energiewende für alle bezahlbar bleibt.