Nachdem der Wasserverband Nidda den Planungsstand der Hochwasserschutzmaßnahmen in Dauernheim bei einem Termin im Ranstädter Rathaus vorgestellt hatte, informierten sich die Ranstädter Kommunalpolitiker nun „vor Ort“ über die geplanten Maßnahmen. Die Ranstädter Sozialdemokraten hatten Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel und Gemeindevorstand Günther Ruppert eingeladen, um sich über die Auswirkungen der vorgesehenen Maßnahmen informieren zu lassen.
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Der geplante Abschnitt der Hochwasserschutzmaßnahmen reicht von der Sandsteinbrücke am Angelteich unterhalb der Ortslage bis oberhalb der Ortseinfahrt Dauernheim. „Mit dem Hochwasserschutz in Dauernheim kommt ein Projekt in Gang, für das wir lange gekämpft haben. Wir wollen uns die Baumaßnahmen nicht nur am „Reißbrett“ anschauen, sondern hier auch ihre möglichen Auswirkungen „in Natura“, erläutert SPD-Fraktionsvorsitzende Roswitha Petzold. Auelehmablagerungen mit vereinzelten Torfeinschlüssen zeigen deutlich, die schwierigen Bodenverhältnisse. Hydraulische Untersuchungen hatten ergeben, dass, wegen des geringen Gefälles, Aufweitungen des Nidda-Bettes nur eine geringe Wirkung haben. Hochwasserschutzmaßnahmen in Form von Wällen und Mauern sind daher erforderlich. Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel skizzierte den Aufbau und die Lage der geplanten Kombinationen aus Erdwällen mit zusätzlichen Dichtungselementen und die Bauweise der Spundwandmauer im Bereich der Gemeindehalle. „Die reibungslose Funktion der Ortsentwässerung mit Pumpenschächten ist uns besonders wichtig“, so Roswitha Petzold. „Der vorhandene Steg, ist durch einen Neubau ohne Mittelstütze zu ersetzen“, erläutert die Bürgermeisterin weiter. Auf der in Fließrichtung linken Seite, soll die Nidda aufgeweitet und insbesondere die Verwallungen unterhalb der Umgehungsstraße abgetragen werden. Die Nidda wird oberhalb von Dauernheim renaturiert und in Schlingen mit kleinen Inseln geführt. Anpflanzungen mit Hecken und Bäumen sollen dem Umweltschutz Rechnung tragen. „Die geplanten Baumaßnahmen sind ein erheblicher Eingriff in die Natur. Flankierende Naturschutzmaßnahmen sind daher sehr wichtig“, so Petzold weiter. Besonders am Herzen liegen den Sozialdemokraten, die Beteiligung der Dauernheimer Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Bürgerversammlung. Noch ist die Hochwasserschutzmaßnahme in der Planungsphase. Der Wasserverband hat in seinen Haushalt 2010 erst die Planungskosten für die Investition eingestellt. Die erstellten Pläne, müssen noch den verschiedenen Genehmigungsbehörden vorgelegt werden. „Wir sind zuversichtlich, dass wir bald mit den Maßnahmen fortfahren können“, so Petzold abschliessend.
